The Winter's Tale 2.0

Ein besonderer Theatergenuss
Was macht eine Schultheatergruppe aus dem Shakespeare-Stück The Winter's Tale? Eine Frage, die man sich beim Lesen dieser späten Romanze stellt, mehr Märchen als Wahrscheinlichkeit, hochdramatisch beginnend, sich als volkstümliche Komödie fortsetzend und schließlich in einem
alle erlösenden Wunder endend.
Den Shakespeare Players des Friedrich-Ebert-Gymnasiums Berlin, die schon seit über zwanzig Jahren Shakespeare im Originaltext auf die Bühe bringen, gelingt gerade dieser Spagat bravourös.
Allesamt „Laien“, nämlich Schüler und ehemalige Schüler des Gymnasiums, dazu ihre Englischlehrerin Martina Baasner als Initiatorin und Regisseurin, bringen an drei Abenden eine
überaus professionelle Inszenierung auf die Bühne der Schulaula. Sie überzeugen nicht nur in der Darstellung dramatischer Gefühlswelten wie Eifersucht, Zorn und verletztem Stolz, sondern auch bei der Wiedergabe bodenständiger und skurriler Szenen aus der Welt des kleinen Volkes. Besonders hier lebt sich die Spielfreude und Phantasie der Truppe aus.
Alles stimmt zueinander, die Ausdruckskraft der einzelnen Schauspieler, das Bühnenbild und die durchdachten Kostüme. Besonders zu erwähnen sind die musikalischen Einlagen. Sie schaffen vom ersten Moment bis zum Schluss eine eindringliche und dichte Atmosphäre.
Als Besucher kann man sich nur weitere Shakespeare-Inszenierungen wünschen.
                                                              Kristina Sauter
                                                  Gabriele Owe-Omidvar

Ich weiß wirklich nicht, wie Du und dein Team es immer wieder hinbekommen, dass ich das Gefühl habe die neue Aufführung toppt immer wieder die letzte. Ich habe gelacht und geweint und Gänsehaut gehabt. Besonders die musikalischen Einlagen waren wunderbar und wieder sehr berührend.

                                                                        Eva B.

The Winter’s Tale 2.0

Sie haben es wieder getan. Verlässlich wie (fast) jedes Jahr gab es kurz vor den Sommerferien in der Aula des Friedrich-Ebert-Gymnasiums Shakespeare vom Feinsten, aufgeführt und dargestellt vom bewährten Ensemble der
Shakespeare Players. Und wieder haben sie alle Register gezogen, diesmal um Shakespeares Romanze The Winter’s Tale 2.0 (die vor 18 Jahren zum ersten Mal
auf dem Spielplan der Shakespeare Players stand) einem staunenden, faszinierten und amüsierten Publikum näherzubringen. Nicht nur stimmlich und schauspielerisch sind die Shakespeare Players erste Sahne, sie können auch
singen, tanzen, musizieren und Rad schlagen, hinfallen und wieder aufstehen (dass man sich selbst als Zuschauer die Knochen reibt), minutenlang als Statue verharren und kommen den Zuschauer*innen in jeder Hinsicht und mit
ihrer ansteckenden Begeisterung für das, was sie auf der Bühne und drumherum anstellen, so nahe, dass man meint, selbst Teil der Aufführung zu sein.
Ebenso gelungen wie das Stück sind die Bühnenaus-stattung, die mit einfachen Mitteln (z.B. den eindrucksvollen Gemälden von Leontes und seiner Gemahlin am Königshof) den Hintergrund für den Ort des Geschehens schafft, und die individuell geschneiderten, passenden Kostüme. Was die Aufführungen der Shakespeare Players für mich so sehenswert macht, ist, dass man bekommt, was
draufsteht: Original Shakespeare als Shakespeare im Original (auf hohem sprachlichem Niveau!), aber kreativ gewürzt mit der einen oder anderen Prise neuzeitlichen Klamauks ganz im Sinne des Barden (wie etwa die vom Kapitän herrlich moderierte Schiffspassage im Stil moderner Sightseeing-Touren vor der Küste Siziliens). Die Professionalität der Gruppe und ihrer Leiterin spiegelt sich auch außerhalb des eigentlichen Stückes in jedem Detail wider: schön gestaltete und gedruckte Eintrittskarten, Corporate Design (immer mit dem Barden), wohin man schaut. Selbst in der Pause gibt es ein shakespearesches (Essens-)Angebot. Bleibt den Shakespeare Players und ihrem Publikum zu wünschen, dass sie noch viele weitere Jahre für uns die Welt zu ihrer (Shakespeare-)Bühne machen, auch wenn sie in Zukunft schmerzlich auf
ihren Mitgründer, Sprachtrainer und Autor Peter Baasner verzichten müssen, der als Time (aus dem Off) noch einmal zu uns sprach. The rest is silence.

 

                                                          Hartmut Tschepe

Wir waren wie jedes Jahr aufs Neue begeistert und haben jede Minute genossen! Die vielen Szenenapplause haben wohl für sich gesprochen. Schauspieltalent, Gesang und Musik, Tänze, Bühnenbild und Kostüme - alles war so toll! Licht und Ton sind uns auch als sehr gelungen aufgefallen, und Peters Einspieler war so schön. Die gesamte Crew kann sehr stolz und zufrieden sein finden wir.

 

                                               Maike und Malwa Carius