The Comedy of Errors

"Da muß man einfach herzlich gratulieren. Und fragt sich, woher Sie diese Energie nehmen, die es für solchen Erfolg braucht. Aber wenn man dann Sie und Ihren Mann in Aktion sieht, dann vermutet man eher, diese Arbeit ist Ihre Energiequelle und hält Sie jung. Möge es zum Wohle aller lange so bleiben. Zunächst hatten meine Frau und ich ja etwas Bedenken, was die zusätzlichen Travellers da wohl sollten. Aber dann wurde es klar, daß gerade dieses wieder einer Ihrer vielen glücklichen Regieeinfälle ist. Denn gerade dieses Stück kann bei dem ständigen qui pro quo doch ein wenig öde werden, sofern man nicht ganz vortreffliche Schauspieler hat. Und also haben Sie dafür gesorgt, daß Längen erst gar nicht auftreten können. Vortrefflich! Wir haben das ganz besonders genossen, weil wir vor kurzem bei den Shakespeare-Tagen in Wien die Wirrungen moderner Regisseure erdulden mußten. Jetzt wünschen wir Ihnen und Ihrem Team fröhliche Regeneration."


Professor Kuno Schumann, TU Berlin

"Gut gezwillingt, Madame-all-round. Ich bewundere - und danke Ihnen für - die Konsequenz, mit der Sie Ihre Schüler an den ollen Shakespeare heranführen. Who is next? Mit Arlecchino und Sandwich Man haben Sie sich ja auch schon den Nachwuchs gesichert! Kurz und gut: viele "chapeaux" und Verbeugungen vor dem Baasner-Paar, und à la prochaine."


Professor Klaus Peter Steiger, FU Berlin

"Das war wiederum ein gelungener Abend mit entzückenden Einfällen. Wir fühlten uns bestens unterhalten und sind voller Anerkennung für Ihre Leistung und die Ihrer Mitwirkenden. Wir freuen uns auf das nächste Mal und wünschen Ihnen erholsame Sommerferien."


Ellen Schelz-Mellert

"What a plot! And what a challenge to put it on stage! Well done to both of you for managing it with such style and bravura. It's always a pleasure to see what you can get out of young people if you take them seriously and give them real challenges to get their teeth into. Highlights for me were the wonderfully comic acting of the two Dromios and the delightful interludes provided by the travelling players, Arlecchino (the little black boy) quite outstanding."


Michael Ferguson

Kritik der Aufführung vom WELTEXPRESS 17-6-2008

 

Drei Artikel über die Probenarbeit im Schuljahr 2007-08 von Alan Taylor finden Sie hier.

 

"Shakespeares „The Comedy of Errors“ Ein Jugendprojekt in Berlin BERLIN (Weltexpress) - „The Comedy of Errors“ hieß es am Dienstag, dem 17.06. in der Friedrich-Ebert-Oberschule. Wieder einmal haben die Shakespeare Players ein Stück englischer Tradition auf die Bühne gebracht und überzeugten mit einem jungen Ensemble, das frisch und komödiantisch die Bühne bespielt und mit einem Zusammenspiel von Klassik und Moderne die Zuschauer verzaubert. Ihre jahrelange Erfahrung mit den Kontroversen der Shakespeare-Stücke lässt sich nicht von der Hand weisen. Inszenierungen, wie A Midsummer Night`s Dream (2001), Twelfth Night (2002), Much Ado About Nothing (2003), The Merry Wives of Windsor (2004), As You Like It (2005), The Winter`s Tale (2006) und The Tempest (2007) und ihre Aufenthalte in Wales und Bochum nach ihrer Gründung im Sommer 2000 wurden mit großem Erfolg belohnt und zeigen sich nun mit sympathischem Selbstbewusstsein im freudigen Auftreten der Jungschauspieler, sowie deren engagierter Unterstützung hinter der Bühne. In einem passend mit Säulen umrahmten Saal der Oberschule in Wilmersdorf erzählen Schüler der Jahrgänge 8 bis 13 bildnerisch eine Geschichte voller Verästelungen und Schicksale einer Familie und Stadt „Ephesos“, die an Aktualität nicht verloren hat. Durch ein Schiffsunglück wurde eine glückliche Familie getrennt. Während der Vater „Egeon“ mit einem der Söhne „Antipholus“ gerettet wurde, schien der Rest verloren. Beide lebten in einer italienischen Stadt namens Siracusa, bis Antipholus sich mit seinem Diener Dromio auf die Suche nach seinem gleichnamigen Zwillingsbruder machte. Es wurde nämlich noch ein Zwillingspaar, das für die Söhne Egeons zu Dienern erzogen werden sollte, bei dem Unglück getrennt. Ebenfalls tragen beide denselben Namen, Dromio. Als Egeon, ständig auf der erbitterten Suche die Familie wieder zusammen zu bringen, in der im Kriegszustand lebenden Stadt ankommt, wird er festgenommen. Ihm droht der Tod, würde er nicht die 1000 Mark aufbringen können, um sich frei zu kaufen. Doch der Herzog Solinus fühlt mit dem familienlosen Vater und gewährt ihm einen Tag Aufschub. Zwischenzeitlich hat auch sein Sohn mit Diener die Stadt erreicht. Überraschenderweise leben hier der verloren geglaubte Zwillingsbruder mit seinem Diener. Es entsteht ein Gewirr von Missverständnissen, die die ohnehin schon strapazierte Stadtbevölkerung in ein Chaos stürzen soll. Eine belebend gespielte Inszenierung voller Freude, Frust und Lust, sowohl für den Zuschauer, als auch für die Darstellenden. Ein Wechselspiel der Gefühle. Ein in Comedy getarntes Drama. Alles in allem ein Projekt, das gerade durch ihr altes Englisch weit über die Schulmauern Wirkung zeigt und einen integrativen Charakter innehat. Man kann gespannt sein auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr."


Tobias König