The Tempest

Ariel frightens Sebastian

"Die Intention der Shakespeare-Gesellschaft, insbesondere junge Leute zur aktiven Auseinandersetzung mit Shakespeares Werk anzuregen, erlebte während der Bochumer Tagung mit der Inszenierung des Tempest – als Musical – durch die Shakespeare Players der Berliner Friedrich-Ebert-Oberschule einen eindrucksvollen Höhepunkt. Unser Mitglied Martina Baasner gründete als Lehrerin an dieser Schule bereits im Jahre 2000 diese besondere Theatergruppe und es war wirklich faszinierend, wie sich die mehr als 70 (!) Beteiligten im Schauspiel, Chor und Orchester in ihrer bereits 7. Shakespeare-Inszenierung (stets in Englisch) auf der Bühne präsentierten. 
Für 2008 ist nunmehr die Comedy of Errors geplant und wir können von hier aus den Schülerinnen und Schülern schon einmal viel Glück für die Premiere wünschen und versprechen, dass wir den Kontakt gern aufrechterhalten und unsere Mitglieder und Freunde auf unserer Webseite weiterhin über die Shakespeare Players informiert werden."


Prof. Dr. Andreas Höfele, Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft

"Mit außerordentlicher Freude und unglaublichem Genuss habe ich Ihre letzte Tempest-Vorstellung gesehen. Bewunderung nach allen Richtungen, z.B. wie Sie es schaffen, die Schauspieler bis an ihren eigenen Punkt - der zugleich der Punkt des Stückes ist - zu bringen. Die vielen Regie-Ideen, der Gesamtfluss, uvm. Wie bringt man so etwas einfach zustande. Umso betrüblicher ist es, dass es keine weitere Aufführung gibt, so als wäre das alles ganz normal. Jedenfalls würde ich Sie bitten, mich anzuschreiben, wenn die DVD fertig ist, das wäre ein kleiner Trost. Herzliche Grüße und viel weiteres Gelingen, und herzlichen Dank für das Stück."


Georg Mayer,  Musiktherapeutische Arbeitsstätte

"Seit gestern abend kann ich nun ganz verstehen, weshalb mir die Kollegen aus Bochum begeistert zu Ihrem Gastspiel schrieben. Und bin nun auch herzlich froh, daß ich es nicht versäumen mußte. Also: ganz herzlichen Glückwunsch, daß Ihnen auch dieses Wagnis gelungen ist. Und das war es ja wohl - mit der großen Zahl der Mitwirkenden auf engstem Raum und der Kooperation mit den (vorzüglich spielenden) Musikern. Und einen Extratusch natürlich für Ihren Mann. Frau Franke erzählte, daß er kurzfristig einsprang. Und da möchte man dem Schicksal gleich doppelt danken: daß es ihm die Chance bot und er sie mutig ergriff. Ihm, Ihnen und allen Mitwirkenden Bewunderung und Dank für einen wiederum großartigen Abend."


Professor Kuno Schumann, TU Berlin

"Das war ja erneut ganz groß! Dies Zusammenspiel der schönen Künste! Dieser Einsatz so vieler junger Menschen! Ist ja richtig, wenn die Medien permanent voll sind von Jugendgewalt und schlimmen Dingen, ABER: Was Sie da mit den jungen Leuten auf die Beine stellen, sollte doch auch mal drinstehen. Na, nächstes Jahr scheuch ich die Morgenpost. Für diesmal reichte das Werbematerial gerade für meine Literaturveranstaltung. Was steckt für eine Mühe hinter dem allen und für Einsatz und von Ihrer und Ihrer Kollegen Seite natürlich Charisma. Wie kann ich Ihren Mann verstehen, dass er den Prospero spielen wollte. Eine Literaturfreundin, die mit in Ihrer Aufführung war, erinnerte mich daran, dass ich meine 50. Veranstaltung auch mit dem Tempest gefeiert hatte. Es ist und bleibt ein Traumstück. Danke, dass wir es unter Ihrer Regie mit allen Ihren Mithelfern, Mitspielern, Mitsängern, Mittänzern wieder in vollen Zügen genießen durften."

Hildegard Vollmer

"Mit Staunen und Bewunderung haben wir die Aufführung der Shakespeare Players gestern abend verfolgt. Bestimmt steht eine Menge harter Arbeit hinter dieser Produktion: Der Spielfreude hat das offensichtlich nicht geschadet. Ich freue mich auf The Comedy of Errors. Viele Grüße auch an Ihren Mann, den stimmgewaltigen Prospero."


Thomas Rodig, Buchhandlung Schoeller

"Leider konnten wir nach dem Erlebnis Ihrer wunderbaren Aufführung des Tempest dem Impuls nicht folgen, Ihnen gleich mit einer kleinen Würdigung Ihrer kreativen, ideenreichen Umsetzung dieses sprachlichen Kunstwerks in sinnlichen Genuss zu danken. Es war ein Genuss, und wir sind beschwingt und beglückt nach Hause gegangen. Da wir ein Gartenfest mit fast 50 Gästen vorbereiten mussten und unmittelbar danach zu Familienfeiern nach Dänemark reisten, kommen wir erst jetzt ein wenig zur Ruhe, und bevor der Eindruck verblasst, will ich ihn festhalten. Es ist ja keine einfache Aufgabe, die geballte Weisheit dieses Stücks herüberzubringen, ohne Doziergehabe und dazu noch in englischer Sprache, die den meisten Zuschauern nur bedingt geläufig war. Natürlich ist das in erster Linie der routinierten und inspirierten Regisseurin zu verdanken - Sie haben ja schon eine Reihe von Shakespeares Werken im Ebertgymnasium auf die Bühne gebracht -, die Rollen waren hervorragend besetzt, hochbegabt der Ariel, ebenso die ihre Rollen ausfüllenden Komiker: der Trinker Stefano und der Hofnarr Trinculo, aber auch der böse Caliban mit seiner urigen, kraftvollen Stimme, der zumindest in der Lage ist, aus Erfahrung zu lernen und zu erkennen, welche Autorität die Unterwerfung verdient. Durch die kluge Reduktion des Textes und die stellenweise Vereinfachung (irre ich mich da?) war auch die Sprache und damit der Kontext vollkommen klar und verständlich. Was jedoch dem Ganzen die Leichtigkeit und Vergnüglichkeit gab, aber auch die Intensität der Gefühle vermittelte, war die Musik, die gerade in ihrer Einfachheit allzu großes Pathos ausbremste und auch nicht frei war von Ironie (die Anspielung auf 'America' von Leonard Bernstein)- ganz im Sinne Shakespeares - und darüber hinaus jeden Anflug der Langeweile verhinderte. Reizvoll waren die alten Instrumente - die kleine Harfe - , gekonnt die Soli, besonders der schwärmerischen Klarinette, und die Begeisterung der jungen Spieler übertrug sich auf das Publikum. Auf seine Kosten kam aber auch der Eidetiker: Nicht weniger als die Musik - und eben als Augenschmaus - bezauberte der Tanz des Elfenreigens, gerade durch die Vielfalt der Typen, groß - klein, üppig - zart, ein humoriger Effekt: dazwischen ein kleiner graziöser Schwarzer, der mit seinem Sprung von der Bühne einen Anfangsknaller verursachte - und unter all den Mädchen nur zwei Jungen, aber alle waren durch eine perfekt einstudierte Choreographie in einem harmonischen Reigen verbunden. Der Dreiklang aus schauspielerischer Darstellung, Musik und tänzerischer Choreographie, von Könnern ihres Fachs eingeübt, verlieh dieser Aufführung ihren besonderen Reiz und zeigte - uns Insidern zur Freude - auch, was für Leistungen auf künstlerischem Gebiet ein Kollegium gemeinsam zu vollbringen vermag. Zuletzt eine Anmerkung zu Prospero. Hier gilt die Phrase: last, but not least. Denn die Besetzung der zentralen Rolle mit einem Mann, der alt genug ist, dass er Würde und Weisheit glaubhaft verkörpern kann, war eine geniale Idee. In der Spannung zwischen den gespielten Rollen und der verkörperten Rolle lag der einzigartige Reiz der Inszenierung. Die Autorität, die Prospero ausstrahlte und der Respekt, der ihm gezollt wurde, wirkten real, ebenso die Sympathie der Schauspieler für ihren Protagonisten. In den Dialogen zwischen Prospero und dem beinahe ebenso großgewachsenen Ariel wurde diese Partnerschaft besonders spürbar. Ihr Prospero war professionell gespielt und doch von einer besonderen Unmittelbarkeit, ähnlich wie bei den jugendlichen Akteuren. Wie gut, Frau Baasner, dass Sie die für Regisseure unentbehrliche Courage hatten, den ursprünglich vorgesehenen Schüler - aus welchen Gründen auch immer - zu feuern. Eindrucksvoll die bloße Erscheinung des Prospero und seine Bühnenpräsenz, die auch bei längeren, belehrenden Textpassagen nicht ins Wanken geriet. Auch die Leiderfahrung nahm man ihm ab, und der eine zähneknirschend gesprochene Satz: "I forgive you all" verdeutlicht seine Skepsis gegenüber der Utopie einer dauerhaft zu bessernden Welt, nachdem er sich freiwillig seiner magischen Kräfte entledigt hat. Die Distanz zwischen Leben und Kunst, mit der Prospero im Epilog den Traum von einer harmonischen Welt relativiert, war während der ganzen Aufführung spürbar. Wir danken für dies besondere Erlebnis. Weiterhin viel Erfolg bei Ihrer wichtigen und reizvollen Aufgabe."


Ingeborg und Eberhard Jacobs

"Die größte Überraschung: der Singende Souffleur! Im Nachhinein fiel mir ein, daß Ihr Mann mir seinen Ausbruch aus Prompt Corner schon angekündigt hatte - war mir aber total entfallen. Zweite Überraschung (und wie ich nun mal konstruiert bin: Freude): daß man ja doch den ganzen Sir William bekam; ich meine natürlich nicht in voller Länge, Wort für Wort without book, aber eben nicht musical-isch verwirrt und verirrt. Davon abgesehen hat ihr Hofkompositeur ja auch gute Arbeit geleistet. Und wieviele weitere Talente konnten Sie in dem aufwendigen Apparat noch zusätzlich aktivieren und beglücken. Chapeau!"


Professor Klaus Peter Steiger, FU Berlin

"Was für ein wunderschönes Theatererlebnis ist Ihnen da mit Ihrer begabten Truppe gelungen! Es war perfekt und hoch professionell in jeder Hinsicht - eine Fülle von entzückenden Eindrücken in Wort und Musik, und immer doch auch dem Großen Will nahe. Er hätte seine Freude an dieser Aufführung gehabt! Respekt zolle ich Ihrem stimmgewaltigen, talentierten Ehemann. Übrigens sahen wir gerade den "Sturm" in Wien im Akademietheater, dem kleinen Haus des Burgtheaters, in einer erbärmlich gekürzten Fassung dieses wundervollen Stücks, für drei (!) Schauspieler eingerichtet. Das war kaum mehr als ein laues Lüftchen! Erholsame Sommerferien wünsche ich Ihnen nach diesem Kraftakt!"


Ellen Schelz- Mellert

"Ihnen und Ihrem talentierten Mann (er hätte wohl auch als Sänger durchaus Karriere machen können!) nochmal auf diesem Weg ganz herzlichen Dank für einen ungewöhnlichen und sehr unterhaltsamen Abend. Ich finde, Sie haben mit dieser Aufführung ein für eine Schule wirklich bemerkenswert hohes Niveau erreicht, sowohl was das schauspielerische Talent der Hauptakteure angeht (absolut köstlich Ariel und Caliban!), als auch die Choreographie, die Orchester- und Sängerleistung und nicht zuletzt die für mich sehr überzeugende Interpretation als Musical. Ein großes Kompliment übrigens an den Pianisten / Komponisten der Lieder - das war auch eine bemerkenswerte Leistung, finde ich, ganz im Geiste von good old Will himself. Wie haben Sie den Text erarbeitet? Ganz alleine, Sie und Ihr Mann in stundenlanger Kleinarbeit? Oder konnten Sie von anderen bearbeiteten Textvorlagen profitieren? Das ist natürlich eine absolut wichtige und ziemlich schwierige Aufgabe, den Originaltext so zu kürzen und aufzuarbeiten, dass nichts Entscheidendes verlorengeht. Auch das eine Meisterleistung Ihrerseits. (Ich habe den Originaltext zum Gegenlesen auf dem Schoß gehalten und konnte deswegen die ganzen cuts genau mitverfolgen.) Das muss für Sie jetzt ein tolles Gefühl sein: Schuljahr geht zu Ende, die Shakespeare Players haben sich wieder hervorragend präsentiert, und, last but not least, das 'Merchant'-Manuskript haben Sie auch noch vor den Ferien komplett abgeliefert! Ich wünsche Ihnen und Ihrem Mann (es ist jedes Mal eine Freude für mich, seine rhetorischen Fähigkeiten und seinen wunderbar englischen Akzent zu genießen!) wunderschöne und vor allem erholsame Ferien. Sie haben sie reichlich verdient!"


Michael Ferguson

"Liebe Theaterfreundinnen und Freunde, wir hatten Euch die Einladung zu den Vorstellungen des Shakespeare Musicals "Der Sturm" (The Tempest) schon zugeschickt. Ich bin gestern zur Premiere dort gewesen und rate Euch: wenn Ihr es schafft, 1. Zeit dafür aufzubringen und 2. Karten zu bekommen, dann eilt zur Friedrich-Ebert-Oberschule nach Wilmersdorf! Es lohnt sich in jeder Beziehung. Das Bühnenbild ist sparsam, aber ausreichend, denn die Darstellungen sind lebhaft und z.T. brillant, ebenso die Musik, fetzig und gut vorgetragen. Die Sprache vorbildlich deutlich, was für die Texte sehr angenehm war, da das Shakespeare-Englisch doch nicht jedermanns Sache ist. Ein erfreuliches Spieltempo lässt die Zeit schnell vergehen; Dauer des Spiels 2 Stunden 15 Minuten, wobei es sich bei den 15 Minuten um die Pause handelt. Wer den äußerst langweiligen "Sturm" im Berliner Ensemble gesehen hat, wird überrascht, erfreut und erfüllt nach Hause gehen."

Maria Stroetzel

"Herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Aufführung! Es war sehr schön, so engagierte und interessierte Schüler auf der Bühne und hinter der Bühne zu sehen. Lieben Dank für so vergnügliche Stunden mit Shakespeare!"


Mario Parizek